Warum schlafe ich schlecht?
- vor 4 Tagen
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Aktualisiert: vor 2 Stunden

Früher war Schlaf ganz einfach.
Kopf aufs Kissen.
Licht aus.
Augen zu.
Morgens wieder aufgewacht.
Heute?
Du bist müde.
Vielleicht sogar hundemüde.
Und trotzdem liegst du nachts wach.
Um 2:47 Uhr planst du gedanklich den Wocheneinkauf, die nächste Steuererklärung oder fragst dich, warum du eigentlich nicht schläfst.
Kommt dir bekannt vor?
Dann bist du damit nicht allein.
Und nein: Es liegt nicht unbedingt daran, dass du älter wirst.
Denn schlechter Schlaf ist häufig keine Störung.
Er ist oft eine Botschaft.
Eine Einladung, etwas genauer hinzuhören.
Denn manchmal spricht der Körper ziemlich deutlich.
Wir haben nur verlernt, zuzuhören.
Vielleicht versucht dein Körper dir zu sagen ...
Mein Nervensystem steht unter Dauerstress
Viele Frauen funktionieren den ganzen Tag.
Beruf.
Familie.
Verantwortung.
Termine.
Organisation.
Der Körper macht mit.
Irgendwann kommt jedoch der Moment, an dem das Nervensystem nicht mehr richtig abschalten kann.
Der Körper liegt im Bett.
Der Kopf sitzt noch am Schreibtisch.
Dann wird Einschlafen schwierig. Oder du wachst nachts plötzlich wieder auf.
Meine Hormone verändern sich
Besonders ab Mitte 40 verändert sich der Hormonhaushalt langsam.
Progesteron – oft auch als natürliches Beruhigungshormon bezeichnet – nimmt häufig schon Jahre vor den eigentlichen Wechseljahren ab.
Viele Frauen berichten dann von:
leichterem Aufwachen
innerer Unruhe
nächtlichem Grübeln
weniger erholsamem Schlaf
Nicht weil mit ihnen etwas nicht stimmt.
Sondern weil sich der Körper verändert.
Mein Blutzucker mag keine Achterbahnfahrten
Auch unser Blutzucker beeinflusst den Schlaf stärker, als viele denken.
Steigt er tagsüber oder am Abend stark an und fällt anschließend wieder ab, kann der Körper nachts Stresshormone ausschütten.
Die Folge:
Du wachst plötzlich auf.
Hellwach.
Obwohl du eigentlich schlafen möchtest.
Deshalb beginnt guter Schlaf oft nicht erst am Abend.
Sondern bereits morgens mit einem ausgewogenen Frühstück und regelmäßigen Mahlzeiten.
Mein Darm braucht Unterstützung
Darm und Gehirn stehen in ständigem Austausch.
Nicht ohne Grund spricht man von der Darm-Hirn-Achse.
Wenn die Verdauung belastet ist, kann sich das auch auf Schlaf, Stimmung und Regeneration auswirken.
Ein gesunder Darm ist nicht die Lösung für alles.
Aber oft ein wichtiger Teil des Puzzles.
Ich brauche mehr Ruhe und Verständnis
Dieser Punkt wird oft unterschätzt.
Viele Frauen und Männer kämpfen gegen ihre Schlafprobleme.
Sie ärgern sich.
Sie setzen sich unter Druck.
Sie suchen die eine Lösung.
Doch manchmal braucht der Körper keinen weiteren Optimierungsversuch.
Sondern etwas ganz anderes:
Mehr Pausen.
Mehr Mitgefühl.
Mehr Verständnis.
Was helfen kann
Warme leichte Mahlzeiten
Aus Sicht der TCM liebt unser Körper Wärme und Regelmäßigkeit.
Ein warmes Abendessen mit Gemüse, Quinoa, Hirse, Reis oder einer leichten Suppe wird oft besser vertragen als schwere oder sehr späte Mahlzeiten.
Magnesium und nährstoffreiche Lebensmittel
Mandeln, Kürbiskerne, Hirse und grünes Gemüse liefern wichtige Nährstoffe für Nerven, Muskeln und Regeneration.
Nicht als Wundermittel.
Aber als gute Unterstützung.
Wechselatmung
Die Wechselatmung aus dem Yoga gehört zu meinen Lieblingsübungen.
Sie kann helfen, das Nervensystem zu beruhigen und den Körper auf Entspannung einzustimmen.
Oft reichen schon wenige Minuten.
Kleine Abendrituale
Der Körper liebt Wiederholungen.
Ein Spaziergang.
Ein beruhigender Kräutertee.
Ein gutes Buch.
Ein paar Minuten Yoga.
Nichts Spektakuläres.
Aber oft erstaunlich wirksam.
Mein Fazit
Wenn du schlecht schläfst, bedeutet das nicht automatisch, dass etwas mit dir nicht stimmt.
Vielleicht versucht dein Körper gerade einfach, mit dir zu sprechen.
Über Stress.
Über Hormone.
Über Ernährung.
Über Erschöpfung.
Oder darüber, dass du schon lange nur funktioniert hast.
Deshalb lohnt es sich, neugierig zu werden.










































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