• Beate Birkel

Das Prinzip von Yin & Yang


Nach der chinesischen Philosophie gibt es grundsätzlich zwei polarisierende Kräfte - Yin und Yang. Diese spielen in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eine wichtige Rolle. Das Yin-Yang-Symbol besteht aus zwei Hälften. Der schwarze Teil steht für Yin, den dunklen, kalten, ruhigen Aspekt. Die weiße Hälfte symbolisiert dagegen das Yang - den hellen, heißen, lauten Aspekt.

Im schwarzen Yin-Teil findet sich ein kleiner, weißer Punkt, im weißen Yang-Teil ein kleiner schwarzer. In jedem Yin steckt also auch immer ein kleiner Teil Yang und umgekehrt.

Yin und Yang stehen in einem dynamischen Gleichgewicht. Sie gehen ständig in einem fließenden Prozess ineinander über (z.B. Tag/Nacht, Jahreszeiten) und bestimmen den freien Fluss des Qi. Alles hat sowohl einen Yin- als auch einen Yang-Aspekt. Der Winter z.B. ist zwar überwiegend Yin - also dunkel, kalt, ruhig - hat aber auch Yang-Qualitäten, weil es auch warme, helle Tage gibt.

Sind Yin und Yang im Gleichgewicht, ist der Mensch gesund. Krankheiten treten auf, wenn das Zusammenspiel der beiden Pole aus der Bahn gerät. TCM-Fachleute sprechen von Yin-Yang-Disharmonien. Sie versuchen dieses Gleichgewicht durch geeignete Maßnahmen wiederherzustellen bzw. zu erhalten.

Dieser Prozess wird auch durch eine ausgewogene Ernährung unterstützt. Ausgewogen bedeutet warme (Yang) mit erfrischenden (Yin) Nahrungsmitteln zu ergänzen. Der Hauptteil der Nahrung sollte neutral sein, denn neutrale Nahrungsmittel bilden Qi. Im Winter sollten neben den neutralen Lebensmitteln die warme, im Sommer die erfrischende Nahrung überwiegen. Es ist hilfreich sich beim Gemüse an das Angebot entsprechend der Jahreszeit zu richten, da es die gerade benötigte Energie enthält. So spenden z.B. Tomaten und Zucchini im Sommer Kühle wenn wir schwitzen. Im Winter versorgen uns Lauch und Kohl mit Wärme.

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